Ich gehe davon aus, dass mittlerweile alle schon erfahren haben, dass Walter Norris von uns gegangen ist.
WICHTIG: Es geht an diesen beiden Abenden ausschliesslich nur um das Gedenken an den grossen Musiker und Freund.
Ich würde beide Tage machen wollen, weil ich weiss, dass der eine oder anderer Musiker an einem dieser Tage nicht können wird.
Sein grosser Wunsch war immer, dass 2 Pianos auf der Bühne stehen. Einen Grandpiano und einen Uprightpiano. Es ist sehr interessant zu sehen, wie der Pianist von heute damals geklungen hätte. Natürlich gibt es, nur noch selten und kaum, heute noch diese alten Wandklaviere, auf denen heute noch Pianisten spielen. Man spielt selbst plötzlich ganz anders, weil kaum ein Pianist diesen direkten Pianovergleich mit sich selbst jemals hatte.
Ich hätte gerne gewusst, wie sein Vorhaben mit den 2 Klavieren ausgesehen und auch geklungen hätte.
Erzählt hat er mir dies:
Diese Idee kam ihm, als es fast soweit war mit Ornette Coleman nach 50 Jahren(1951) Quintett Einspielung, im Duo zu spielen. Er wollte die Zeit mit ihrer damals typischen Klaviersound mit dem von heute aufleben lassen, wie eben stellvertretend 1951 zu 2011. Der Sound, an dem die heutigen Legenden damals mit dem Upright hatten, soll aus seiner Sicht für die Pianisten von heute mit meistens einem Grandpiano vor Augen geführt werden, wie damals auf diesen meistens ungestimmten Klavier trotzdem mit viel Spass und Freude die Konzerte bespielt wurden. HEUTE heisst es in manchen Verträgen, so nebenbei erwähnt, Grandpiano in guter Verfassung mit einer Klavierstimmung vor dem Soundcheck, nach dem Soundcheck, in der Pause und trotzdem die Anwesenheit des Stimmers im Raum für alle Fälle während des Konzerts. Mikrofone für die Tonabnahme werden vorgeschrieben. Die Spuren an/auf den Tasten von dem Vorgänger sollen entfernt und desinfiziert werden. Monitor soll klanglich alle Anforderungen erfüllen... Damit wollte er und auch ich will nicht sagen, wie schlecht und schwer sie alle früher hatten. Aber das soll nur daran erinnern, dass es auch eine Zeit vor der Zeit gab. Damals hat man sich mit jedem Piano, in welcher Verfassung auch immer, zufrieden geben müssen.
Ich war zufällig an diesem Tag der Entstehung dieses Textes in einem Zahnlabor, wo ich eine Zahnbohrmaschine von früher gesehen habe, die mit einem Fusstret-Spinnrad zum Einsatz gebracht wurde.
Wo wir herkommen, und wem wir alles zu verdanken haben, darf nicht und niemals vergessen werden.
Es werden hoffentlich sehr viele Musiker erwartet.
Am Sonntag werden Jeanfrancois Prins und am Montag der Andreas Schmidt die «Masters Of Ceremony» sein.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr zahlreich erscheint.