2. set: verneri pohjola (tp) aki rissanen (p) antti lötjönen (b) joonas riipa (dr)
VERNERI POHJOLA
Pohjola – ein Name mit Symbolkraft für Finnland. Es ist der Hauptort in dem berühmten Nationalepos «Kalevala» und der Nachname einer der bekanntesten Jazzmusikerfamilien des Landes. Mit seinem ACT-Debüt «Aurora» sorgte der Trompeter Verneri Pohjola im Januar 2011 auch außerhalb seiner Heimat für Aufmerksamkeit. Mit seinem neuen Album «Ancient History» beweist Pohjola umso mehr, dass er für die internationalen Bühnen geschaffen ist. Im Mittelpunkt steht Pohjolas markanter Trompetenton. Der ist zunächst meist verhalten, paart die Coolness eines Miles Davis mit einem fahlen, heiseren, mitunter sehr metallischen Dialekt, beherrscht aber auch alle möglichen Artikulationswechsel und kann sich auch mal kraftvoll zu hymnischen Höhen aufschwingen. Was überraschend und spontan klingt, ist wohl durchdacht, nicht nur die einzelnen, oft recht lange ausgearbeiteten Stücke, auch die Komposition des ganzen Albums. Im Gegensatz zu seinem Debüt-Album setzt er auf die Intimität der Quartettbesetzung, alles Weggefährten Pohjolas: «Ich wollte eine Band haben, die ich wirklich gut kenne. Ich wollte so live wie möglich klingen. Und mit den Jungs auf dem Album spiele ich seit über zehn Jahren zusammen. Wir kennen uns in- und auswendig.»