dezember 2021

2021mi08dez20:15CancelledLive Concert - Live StreamingA-TRANE PRÄSENTIERT:
FABIANA STRIFFLER
ARCHIOTIC
CD RELEASE TRAUMTON RECORDS
20:15 |:Jazz Exotica,Live Concert-Live Streaming

Konzertdetails

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Fabiana Striffler
Archiotíc
CD Release Traumton RecordsFabiana Striffler hat zunächst in klassischen Ensembles und Orchestern gespielt, ehe sie sich in der Jazz-Szene profilierte. Von 2013 bis 2018 von der Yehudi Menuhin Association gefördert, gehört Striffler seit 2017 zum grandiosen Andromeda Mega Express Orchestra. Daneben spielt die 33-jährige Wahl-Berlinerin seit Jahren regelmäßig Seite an Seite mit Greg Cohen. Außerdem war sie an über 40 Studioproduktionen beteiligt, arbeitete mit John Hollenbeck und Kurt Rosenwinkel, Kwabs und Awa Ly, Joey Baron und Anthony Braxton (Jazzfest Berlin 2019), der Afrobeat-Band Polyversal Souls und zuletzt der Oscar-Preisträgerin Hildur Guðnadóttir. 2016 wurde Striffler von der britischen Popband Travis für deren Album Everything At Once engagiert. 2017 veröffentlichte sie mit dem argentinischen Gitarristen Quique Sinesi die CD Mahagoni, die als „Bestes Album“ für den VIA Award des VUT (Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen) 2018 nominiert wurde. Das Jazzpodium notierte seinerzeit dazu: „Ein gemeinsamer Atem, ein funkelndes musikalisches Kleinod, welches von den ersten Klängen an gefangen nimmt.“Vor rund drei Jahren verblüffte Fabiana Striffler mit ihrem Album Sweet And So Solitary Publikum und Medien. Das Jazzpodium widmete der Geigerin und Komponistin aus Berlin eine Doppelseite und nannte ihre Musik einen „faszinierenden Klangkosmos“, der Deutschlandfunk resümierte: „Eigensinnig ist das gesamte Album von Fabiana Striffler, manchmal auch fordernd und störrisch.“ Das Magazin Concerto befand, „solche Lieder würde Gustav Mahler vielleicht komponieren, hätte ihn eine Zeitmaschine ins frühe 21. Jahrhundert katapultiert: geheimnisvoll strahlend, berührend und voll von unerhörten Klängen.“ Und selbst in England stieß Striffler auf Resonanz, etwa in Hifi Critic: „It takes great skill to make something sound so profound and so grotesque at the same time.“
Das aktuelle Werk knüpft in Teilen an den Vorgänger an, in vieler Hinsicht geht Fabiana Striffler aber auch andere Wege. Konsequenter denn je überquert sie Stilgrenzen, lässt auf selten gehörte Art Virtuosität und Humor in Komposition und Ausführung umeinander tänzeln. Einen substantiellen Beitrag dazu leistet die neu zusammengestellte Band hochkarätiger und ungemein beweglicher Musiker*innen. Vereinzelte Bezüge zu Modernisten der europäischen Klassik (Strawinski, Bartók) suggerieren Strifflers facettenreiches Violinenspiel und die nicht minder freigeistige Cellistin Julia Biłat (Stegreif Orchester u.a.), mit der Striffler seit 2017 arbeitet. Der Keyboarder Jörg Hochapfel sorgt seit Jahren mit unkonventionellem Witz im genresprengenden Andromeda Mega Express Orchestra für schräge Überraschungen, zudem gilt er als äußerst sensibler Begleiter – beide Talente zeigt er auch in Strifflers Band. Max Andrzejewski und Paul Santner gehören zu den markanten Persönlichkeiten des zeitgenössischen, in viele Richtungen offenen Jazz, für den die Berliner Szene europaweit bekannt ist. Schließlich hat Strifflers Langzeitpartner Greg Cohen (Tom Waits, John Zorn u.a.) vor allem als Produzent maßgebliche Spuren auf dem Album hinterlassen.
In Strifflers Kompositionen steckt eine klare Haltung, man könnte auch sagen, eine philosophische Botschaft. „Ich möchte etwas kreieren, das die Menschen öffnet. In Coronazeiten hat sich das Phänomen noch mehr verstärkt, dass Leute sich aus dem Weg gehen. Bereits vorhandene Ängste, etwa vor Konfrontation und Verlust, vor dem Unbekannten und anderen Gedanken, wurden noch verstärkt durch die echte Ansteckungsgefahr. Ich versuche mit meiner Musik eine Plattform zu schaffen, auf der man loslassen kann. Und ich möchte dem Trend zur Entfremdung und Anonymisierung etwas persönliches entgegensetzen.“
Dass auf Archiotíc – anders als früher – nicht gesungen wird, hatte Fabiana Striffler anfangs nicht geplant. Doch dann erwies sich ein instrumentales Konzept als wesentlich stimmiger. „Mir scheint, dass das rein instrumentale Album besser in diese Zeiten des Informationsüberflusses passt. Ich wollte etwas schaffen, das mehr Freiraum lässt, seine eigenen Gedanken zu spinnen.“
Der Reichtum an Klangfarben ist auch ohne Stimmen enorm, ebenso die Spannweite und Suggestionskraft von Strifflers Stücken.Fabiana Striffler – Violin
Julia Biłat – Cello
Jörg Hochapfel – Keys
Paul Santner – Guitar/Bass
Greg Cohen – Bass
Marius Wankel – Drums

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MUSIKER

Fabiana Striffler – Violin
Julia Biłat – Cello
Jörg Hochapfel – Keys
Paul Santner – Guitar/Bass
Greg Cohen – Bass
Marius Wankel – Drums

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