CHRISTIAN VON DER GOLTZ

Die informelle Vorgeschichte des Projektes reicht zurück in die 90er. Die Musiker haben sich als Freunde zu Sessions getroffen, mitunter ausgefallenes Repertoire ausprobiert, dabei gemeinsame stilistische Vorlieben ausgemacht, die quer durch die Jazzgeschichte vom Dixieland über den Bebop zum Free Jazz reichen.

Stilistisch bewegen wir uns zwischen arrangierten Kompositionen
der Bandmitglieder, die Anklänge sowohl an Louis Armstrongs Hot Seven als auch an sizilianische Trauermärsche aufkommen lassen, und, am anderen Ende des Spektrums, vollkommen freien Miniaturen. Letztere gehen wir mit derselben Unbekümmertheit und demselben unbedingten Ernst an, den wir auch den formalen Kompositionen angedeihen lassen, woraus ein sich durch die
Aufnahmen ziehender gemeinsamer komplexer Sound voller Widersprüche und Überraschungen entsteht. Die CD «paradise» wurde 2016 für den Deutschen Preis der Schallplattenkritik nominiert.

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