JULIA HÜLSMANN
TRIO

Die Werke der Jazzpianistin Julia Hülsmann sind dafür bekannt, auf der Basis von literarischen, zumeist lyrischen Werken zu entstehen. Vor die Aufgabe gestellt, die Songs der Beatles neu zu interpretieren, fand sich die 1968 in Bonn geborene Musikerin im Zwiespalt. Einerseits war sie «schon immer Beatles-Fan gewesen» – andererseits hatte sie Bedenken, ob nicht jeder Interpretationsversuch aufgrund der übermächtigen Originale von vorn herein zum Scheitern verurteilt wäre. Die Lösung lag in ihren Mitstreitern. Neben dem bewährten Trio setzt die ECM-Künstlerin auf Vokalakrobat Theo Bleckmann, von dem sie sagt, er verstehe es, «die Songs der Beatles neu zu singen», während der für die Beatles unverzichtbare Gitarrensound durch Werner Neumann beigesteuert wird. Statt auf kühles Virtuosentum zielen  die Arrangements, die vornehmlich von Theo Bleckmann und Julia Hülsmann aber auch von Marc Muellbauer und Heinrich Köbberling geschrieben wurden, auf den emotionalen Gehalt der Klassiker ab, der heute noch genauso bewegt wie vor fünfzig Jahren.

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