05.022019 21:00
TWOCONCERTSONENIGHT
A-TRANE PRESENTS
«JAB105»
JAZZAUSBERLIN

LORENZ KELLHUBER
SOLO VOCALS

DIE ENTTÄUSCHUNG

RBB LIVE RECORDING

1st set: lorenz kellhuber (p)

2nd set:
rudi mahall (bcl/cl)
axel dörner (tp)
jan roder (b)
michael griener (dr)
modern jazz
1st set: solo: lorenz kellhuber (p)

2nd set:
die enttäuschung: rudi mahall (bcl/cl)
axel dörner (tp)
jan roder (b)
michael griener (dr)
Lorenz Kellhuber: Lorenz Kellhuber gilt als außergewöhnlicher Instrumentalist, Komponist und Improvisator. Im Sommer 2014 kürt ihn Monty Alexander als ersten deutschen Musiker zum Sieger der renommierten Parmigiani Montreux Jazz Piano Solo Competition. 2016 wird er für den ECHO Jazz in der Kategorie «Newcomer des Jahres» nominiert. Nach vier Trioalben erscheint sein erstes Soloalbum, «Live at the Montreux Jazz Festival», im Oktober 2017. In seinen frei-improvisierten Solo-Konzerten eröffnet ervom ersten Ton an seinen Zuhörern eine einzigartige Klangwelt. Die Verschmelzung von Jazz mit Elementen aus Klassik, Minimal Music, Blues, Gospel und Ambient Rock machen Kellhuber zu einem ganz und gar zeitgenössischen Künstler. Gepaart mit technischer Perfektion und einer beeindruckenden künstlerischen Reife kennt sein Erfindungsreichtum keine Grenzen.

Die Enttäuschung: Die Kombination von Bassklarinette, Trompete, Bass und Schlagzeug haben die vier Berliner Musiker seit vielen Jahren in allen erdenklichen Varianten live ausprobiert. Weit über zwanzig Jahre hat Die Enttäuschung unglaublich viel Jazzgeschichte absorbiert und diese in einen lebendigen Spielprozess versetzt – musikalische Lava sozusagen, geformt durch eine Working Band, die sich noch immer selbst zu überraschen vermag. Diese Band kennt kein Gestern und kein Morgen. Die Enttäuschung ist berlinerischer als Berlin selbst und darüber hinaus in fast jeder Beziehung unerreicht. Mit Kollektivimprovisationen jenseits aller Konventionen entrollt sie das ganze Potential ihrer musikalischen Phantasie und treibt den Blutdruck in die Höhe. Die Herren Dörner, Mahall, Roder und Griener, jeder für sich schon ein Kapitel deutscher Jazz- und Improvisationsmusik, schöpfen tief aus der Geschichte und fegen die Regeln der Kunst virtuos schlitzohrig beiseite. Unbeirrbar, intensiv, schräg und enthusiastisch, ein Meisterwerk so oder so. Und der Tag ist gerettet.